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presseberichte


  • Dachgeschoßdecke: Jetzt Pflicht zur Wärmedämmung
    Besitzer älterer Häuser müssen bei einer Neueindeckung des Daches auch die Wärmedämmung auf den aktuellen Stand bringen. So schreibt es die Energieeinsparverordnung vor. Konkret fordert sie bei Altbauten einen U-Wert von 0,30 W/ (m²K). Darauf weisen die Experten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung hin. Der U- Wert bedeutet in der Praxis, daß ein Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035 mindestens 140 mm dick zwischen den Sparren verlegt werden muß. Häufig findet man in den Altbauten aber Sparrenhöhen unter 140 mm. Die Folgen sind kalte Dachschrägen, unangenehme Zugluft und hohe Heizkosten im Winter sowie unerträgliche Hitze im Sommer.
    Bis vor einigen Jahren war eine Dämmung bei bewohnten Dachgeschossen problematisch. Sehr zeitaufwendig gestaltete sich das Herstellen der Wind- Luftdichtigkeit. Der Dachdecker mußte die Dampfbremsfolie für jedes Sparrenfeld separat zuschneiden und abdichten. Würde man eine konventionelle Folie aus Kunststoff über die Dachsparren hinweg verlegen, könnte Feuchtigkeit aus der Raumluft nicht nach außen entweichen. Neue Dämmsysteme jedoch können ihre Wasserdampfdurchlässigkeit je nach Umgebungsbedingungen ändern.
    Text aus Berliner Morgenpost vom 13.10.2004


  • Ausweispflicht für alle Wohnhäuser
    Umgesetzte EU-Richtlinie wird die Energieeinsparverordnung ändern – Energiepass geplant

    Nach 2006 dürfen Häuser und Wohnungen den Besitzer und Nutzer erst wechseln, wenn ein Zertifikat über den Energieverbrauch vorgelegt wird. Diese Energiepasspflicht für jedes Gebäude dürfte Inhalt einer fortgeschriebenen Energieeinsparverordnung (EnEV) werden, mit der die Bundesregierung eine EU- Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in deutsches Recht umsetzen muß.. Noch aber, weiß Günther Volz, Vorstandsvorsitzender von „Jetzt! Bundesinitiative Zukunftsorientierte Gebäudemodernisierung e.V.“, ist bei den neuen Gesetzesregeln „Diverses im Fluss“. Bis Ende 2004 sollen Veränderungsempfehlungen im Bundesbauministerium eingehen. Ob dann alles ins neue Gesetz einfließt, das der Bundestag verabschieden könnte, oder ob eine „neue EnEV“ vielleicht im Ministerialwege erlassen wird – selbst dies scheint noch nicht endgültig abgeklärt.
    Eins aber ist klar: Mit dem Druck der EU im Rücken wird es in jedem Fall zu einem „Energiepass“ für Wohngebäude kommen. Damit soll neuen Hausbesitzern klar werden, ob sie in ein modern ausgerüstetes und gedämmtes Haus oder in einen Energieverbrauchs-Saurier ziehen.
    Dies ist nicht nur ein Eigentümerthema: Auch neue Mieter denen das Papier vorzulegen sein wird, werden bereits vor der Mietvertragsunterschrift merken, ob die „höchstens 120 Euro Nebenkosten im Monat“ bei einem Haus realistisch sind, dessen Energiepass die Vielverbrauchsfarbe (dunkelrot) ziert. Der Pass, so stellt ihn sich die Deutsche Energie Agentur vor, soll mit den bekannten Energieeffizienzklassen wie bei Waschmaschinen und Kühlschrank aufwarten.
    Das mit dem Energiepass eine Sanierungspflicht einhergeht, glaubt Dipl.-Ing. Günther Volz nicht. Schon die heutige EnEV bietet Nachrüstungspflichten: „Wohngebäude mit nicht mehr als 2 Wohnungen“, von denen eine „der Eigentümer bewohnt“, müssen Heizungs-Oldies von vor Oktober 1978 außer Betrieb nehmen, Heizungs- und Wärmeleitungen dämmen und oberste Geschossdecken dämmen- aber nur wenn, es einen Eigentümerwechsel gibt, also etwa per Verkauf oder Erbschaft.
    Die Fristen laufen ab Ende 2006, allerdings ist das Thema Kontrolle noch ungeklärt, „wie überhaupt die EnEV ziemlich verwaschen ist“, kritisiert Volz das Gesetz von 2001, das jetzt fortgeschrieben und erweitert werden muß. Schnellere Fristen oder mehr Sanierungsdruck dürfte es laut Volz auch mit dem neuen Energiepass nicht geben. Dass sich trotzdem etwas tun wird, glaubt er dennoch: „Den Rest erledigt dann der Markt: Wenn ein Hauskäufer sieht, daß das ihm angebotene Objekt laut Energiepass 30 Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter verbraucht, wird er eher zu einem greifen, bei dem er ,10 Liter¢ liest.“
    Text aus Berliner Morgenpost 02.06.2004



  • Marketing- Instrument oder Kostenfaktor?
    Bald wird der Energiepass allgemeinverbindlich

    Zu teuer, zu aufwendig, zu bürokratisch, lauteten die Stellungnahmen der Verbände der Wohnungswirtschaft in den vergangenen Wochen zur Einführung des Energiepasses. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), eine Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sieht das anders.

    Die Erfahrungen der dena aus dem derzeit laufenden Feldversuch zur Einführung eines bundesweiten Energiepasses für Gebäude zeigten, daß die Hauseigentümer sowohl mit dem Informationsgehalt des Energiepasses als auch mit der Beratungsqualität der Energieberater sehr zufrieden seien.
    Auch die Befürchtungen, Kosten oder bürokratischer Aufwand seien zu hoch, seien nicht gerechtfertigt, meint die dena. So seien Behördengänge nicht erforderlich, denn die zugelassenen Aussteller würden direkt vom Eigentümer mit der Ausstellung des Energiepasses beauftragt. Der Aussteller händige den Pass auch selbst aus.
    Die Kosten eines 10 Jahre gültigen Energiepasses richten sich nach dem jeweiligen Berechnungsverfahren und der Größe des Gebäudes. In der Praxis liegen sie beim Kurzverfahren zwischen 100 und 350 Euro, beim ausführlichen Verfahren reicht die Spanne von 350 bis 1.000 Euro. Der Unterschied zwischen den beiden Verfahren besteht in der Ausführlichkeit, mit der das Gebäude überprüft wird.
    Zudem seien wichtige konjunkturelle Impulse absehbar für absehbar für all jene Branchen, Gewerke und Dienstleister, die Anteil an der Modernisierung von Gebäuden hätten. In erster Linie würden die Bauwirtschaft und die Anlagenbauer profitieren. Der Abrechner techem hat mitgeteilt, er lege als „ersten Schritt zum Energiepass“ jeder Heizkostenabrechnung einen kostenlosen „Verbrauchs-Check“ bei, aus dem ersichtlich sei, wie sich der Energieverbrauch einer Liegenschaft entwickelt habe und wo ggf. Einsparpotentiale lägen.
    Aus Das Grundeigentum Nr. 18/2004


  • Energiesparen mit modernem Glas in den Fenstern
    In Häusern, die bis 1995 gebaut wurden, wird nach Erkenntnissen der Verbraucherzentrale Thüringen viel Heizwärme zum Fenster hinausgejagt. Denn Einfachverglasung oder älteres Isolierglas entsprächen nicht mehr heutigen Anforderungen an die Wärmedämmung und biete ein enormes Einsparpotential beim Glasaustausch. „Bezogen auf die Fensterfläche können sich die Heizkosten um bis zu 50% verringern, ersetzt man altes Glas durch beschichtete Wärmeschutzverglasung“, sagen die Experten. Viele Immobilieneigner scheuten allerdings den Aufwand, weil sie mit Schmutz und Unannehmlichkeiten rechnen. Doch bei intakten Rahmen, die schon Isolierglas in sich tragen, könne ein einfacher Austausch erfolgen. „Dazu benötigt der Glaser meist nur 20 bis 30 Minuten.“ Gegenüber altem Glas könnten jährlich 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter Fensterfläche eingespart werden. Zudem erhöhe sich die Wohnqualität, da am Fenster die Kältezonen vermindert würden. AP
    Aus Berliner Morgenpost, Ratgeber


  • Wärmeschutz auch für den Dachboden
    Wenn der Wohnraum eines Hauses im Winter unbeheizt bleibt, sollte die oberste Geschoßdecke ähnlich gut gedämmt werden wie die Außenwände, rät die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Sonst entstünden hohe Wärmeverluste. Die Energieeinsparverordnung schreibt für Häuser, die vor Oktober 1978 gebaut wurden, vor, daß solche Geschossdecken bis Ende 2005 gedämmt werden müssen- das gilt bei Ein- und Zweifamilienhäusern aber nur, wenn es zu einem Eigentümerwechsel kommt. AP

    Aus Berliner Morgenpost, Ratgeber


  • Institut sieht künftig großes Potential für Energiesparhäuser
    Der Bau von Energiesparhäusern wird in den kommenden Jahren ein dynamisches Wachstum erleben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer- Instituts für solare Energiesysteme ISE (Freiburg). Dabei wurden bundesweit 180 Architekten, Bauträger, Fertighaushersteller, Haustechnikplaner und Lüftungsgerätehersteller befragt. Dabei wurde geschätzt, daß 2010 fast jedes fünfte neue Haus als Passivhaus- ein Bau mit geringem Heizenergiebedarf – und zusätzlich jedes dritte Haus als Niedrigst-Energie-Haus entstehen wird. Für Fraunhofer-Projektleiter Andreas Bühring liegen die Vorteile auf der Hand: geringer Heizwärmeverbrauch, hoher Wohnkomfort und minimale Mehrkosten, die sich schon bald amortisieren und zudem von den steigenden Energiepreisen unabhängiger machen. dpa
    Aus Berliner Morgenpost, Ratgeber

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